Wann soll die Entscheidung über die K-Frage in der CDU/CSU fallen? Ende dieses Jahres oder sogar erst Anfang 2021, findet CSU-Chef Markus Söder.
Die Klärung des CDU-Parteivorsitzes solle nicht endlos hinausgeschoben werden. „Für uns ist aber klar, dass die Kanzlerkandidatur eigentlich erst Ende des Jahres, Anfang des nächsten Jahres einen Sinn macht“, sagte Söder vor einer CSU-Vorstandssitzung in München. „Vorfestlegungen, dass mit dem Parteivorsitz automatisch eine Kanzlerkandidatur verbunden sei, das geht natürlich nicht.“ Das seien „zwei Dinge, die zu trennen sind“. „Wir glauben auch, dass es klug ist, die Zeitachsen zu trennen“, betonte er.
Sowohl der baden-württembergische CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl als auch Gesundheitsminister Jens Spahn forderten am Wochenende eine „Teamlösung“ für die Parteispitze. Wie genau die aussehen könnte, ließen sie offen. Wahrscheinlich ist allerdings, dass es dabei um die von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet favorisierte Lösung für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer geht.
Laschet soll laut Medienberichten eine Regelung anstreben, bei der er selbst, Friedrich Merz und Jens Spahn als festes Team in das Rennen ums Kanzleramt gehen. Laschet würde demnach CDU-Chef und Kanzlerkandidat, Merz und Spahn bekämen prominente Ministerien oder den Fraktionsvorsitz versprochen. Der Haken dabei: Merz war vergangene Woche vorgeprescht und hatte über sein Umfeld mitteilen lassen, dass er Parteichef werden will. Damit machte er Laschets einer Paketlösung zunichte, was für Unmut in Teilen der Partei sorgte.
Hintergrund zum Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer:
