Die Türkei spielt mit dem Gedanken, ihre Grenze zu Syrien für Flüchtlinge aus der Krisenregion Idlib zu öffnen. Die Flüchtlinge könnten dann auch weiter in die EU gelangen, sagte Innenminister Süleyman Soylu.
Angesichts der Eskalation an der griechisch-türkischen Grenze will die Regierung in Ankara 1000 zusätzliche Polizisten in die betroffene Region verlegen. Diese sollten „verhindern“, dass die griechische Regierung Flüchtlinge „zurückdrängt“, die versuchten den Grenzfluss Evros zu überqueren, sagte der türkische Innenminister.
Die griechischen Sicherheitsbehörden rechnen mit einem neuen Ansturm von verzweifelten Menschen, die aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU kommen wollen.
In Deutschland stimmte die große Koalition am Mittwoch im Bundestag gegen die Aufnahme von 5000 schutzbedürftigen Flüchtlingen aus Griechenland. Die Grünen hatten unter anderem gefordert, dass Deutschland unbegleitete Kinder, Schwangere, alleinreisende Frauen oder schwer Traumatisierte aus den griechischen Flüchtlingslagern aufnimmt. Einen Alleingang in der Flüchtlingsfrage lehnt auch die Bundesregierung ab.
So hat sich die Situation zugespitzt:
