Die Corona-Krise hat weitere Auswirkungen auf den Flughafen BER. Eine für Ende April geplante Brandschutz- und Räumungsübung wurde am Mittwoch vorläufig abgesagt. Sie soll im Sommer nachgeholt werden. Das geht aus einer Mail der Flughafengesellschaft an Freiwillige hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. Im März hatte bereits der Tüv Rheinland wegen eines Corona-Falls seine Sachverständigen vorübergehend von der Baustelle abgezogen. Die Flughafengesellschaft betonte, weder Probebetrieb, noch Eröffnung seien durch die Verschiebung der Übung gefährdet (mehr dazu im Blog).
Die Berliner Linksfraktion fordert derweil den bundesweiten Verzicht auf Abschlussprüfungen während der Corona-Krise. Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler rief die Kultusministerkonferenz am Mittwoch auf, die Prüfungen für Abitur und Mittleren Schulabschluss auszusetzen. Stattdessen sollten die Abschlussnoten aus vorherigen Benotungen errechnet werden. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga spricht sich für Lockerungen aus, die der Branche einen überlebensfähigen Umsatz ermöglichen. Restaurants und Biergärten müssten bis mindestens 22 Uhr öffnen können. Eine Öffnung bis 18 Uhr reiche nicht aus.
In Berlin sind inzwischen 4736 Coronavirus-Fälle bestätigt, das sind 69 Infizierte mehr als noch am Montag. 62 Patienten sind an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, sechs mehr als noch am Vortrag. Damit hat Brandenburg mehr Corona-Tote als Berlin zu beklagen, nämlich 65.
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