Soforthilfen gab es bislang vor allem für Soloselbstständige und Kleinstunternehmer. Beatrice Kramm, Präsidentin der Berliner IHK, fordert nun, dass diese Zuschüsse schnellstmöglich auch für Unternehmen mit zehn Mitarbeitern verfügbar sein sollen und kritisiert den Senat. (Mehr dazu unten im Blog.)
Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat die neuen Zahlen der Coronavirus-Infektionen in Berlin mitgeteilt. Demnach gibt es insgesamt 7135 gemeldete Fälle, das sind 54 mehr als am Vortag. Derzeit gibt es 368 aktive Fälle (Dienstag: 344). Die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten steigt von 206 auf 208.
Alle Indikatoren der Corona-Ampel stehen weiterhin auf Grün. Die Reproduktionszahl „R“ ist leicht gesunken und liegt aktuell bei 1,05. (Mehr Details unten im Blog.)
Festivals sind nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Brandenburg besonders schwer von den Folgen des Lockdowns betroffen. So würden die Festivalbetreiber nach einer Hochrechnungen einen Schaden von bis zu 12 Millionen Euro erleiden und der geschätzte Einnahmeausfall belaufe sich auf bis zu 50 Millionen Euro. Derzeitige Nothilfe-Programme würden nicht ausreichen, um die Verluste abzufangen, hieß es heute im Kulturausschuss des Landtages in Potsdam.
Die Corona-Pandemie schlägt sich in der Zahl der Sterbefälle in Berlin bisher kaum nieder. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts blieb eine leicht erhöhte Sterblichkeit in Zusammenhang mit Covid-19 nach der aktuellen Datenlage auf einen kurzen Zeitraum von Ende März bis Mitte April beschränkt. Insgesamt starben in den Monaten Januar bis Mai aber 706 Menschen weniger als im Vorjahreszeitraum.
Am Mittwoch fällt die Sperrstunde für Berlins Gastronomen. Das beschloss der Senat am Dienstag in einer Sitzung, zuvor hatte bereits eine juristische Niederlage gedroht. Doch die Aufhebung der Sperrstunde dürfte viele Kneipiers nicht helfen, befürchtet der Branchenverband Dehoga. „Die vielen Gastronomen und die Hotels, die vom Tourismus leben, werden aber noch lange an dieser Krise zu knabbern haben“, sagte der Berliner Dehoga-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder.
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