Trauriger Rekord in Italien: Innerhalb von 24 Stunden sind dort mehr als 600 Menschen am Coronavirus gestorben. Weil die Zahl der Coronavirus-Opfer weiter stark steigt, verschärft das Land nun die Ausgangssperren. So verbietet die Regierung den Bürgern jetzt auch ausdrücklich, in Parks und andere Grünanlagen zu gehen. Sport in der Öffentlichkeit soll unterbleiben. Das geht aus einem Erlass des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Freitag hervor.
In Italien sind seit Februar mehr als 4000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Das Land verzeichnete am Donnerstag mehr Tote, als in China offiziell bis dahin gemeldet wurden. Mittlerweile haben sich nach Angaben der Behörden in Italien mehr als 47.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. (Mehr dazu unten im Newsblog)
Weitere Nachrichten des Tages:
Grundlegende Ausgangsbeschränkungen hat Ministerpräsident Marcus Söder für Bayern bekannt gegeben: Lokale, Friseure und Baumärkte müssen schließen. Das Haus verlassen sollen die Menschen nur noch für notwendige Gänge etwa zum Einkaufen.
Auch in den anderen Bundesländern gibt es neue Einschränkungen. Am Sonntag wollen die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin zum Thema beraten.
Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben schon jetzt klar zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten.
In einem nie dagewesenen Schritt will die EU-Kommission die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen. Und die Bundesregierung plant einen Nachtragsetat, um den wirtschaftlichen Folgen der Ausnahmesituation begegnen zu können.
Aktuelle Zahlen für Deutschland:
Das Robert-Koch-Institut vermeldet am Freitag 14.000 Infizierte. Das ist gegenüber dem Vortag ein Plus von 2958 Fällen.
Die Johns-Hopkins-Universität meldet am Freitag 16.290 nachgewiesene Infektionsfälle in Deutschland. Die Johns-Hopkins-Universität aktualisiert ihre Zahlen regelmäßiger, dem Robert-Koch-Institut zufolge sind die Zahlen der US-Universität plausibel.
Es gibt auch gute Nachrichten: Am zweiten Tag in Folge ist in China nach offiziellen Angaben kein neuer Fall einer Ansteckung innerhalb des Landes registriert worden.
