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Massiver Corona-Ausbruch in Fleischindustrie in Niedersachsen

Auch Niedersachsen hat nach Nordrhein-Westfalen nun einen großen Ausbruch des Coronavirus in der Fleischindustrie. In einem Zerlegebetrieb in Dissen seien 92 infizierte Mitarbeiter festgestellt worden, wie der Landkreis Osnabrück am Sonntag mitteilte. Die Sammelunterkünfte, in denen die Mitarbeiter untergebracht seien, würden nun kontrolliert, Mitarbeiter und noch zu ermittelnde Kontaktpersonen müssen nun in Quarantäne. 

Die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, will die Lohnfortzahlung für Eltern in der Krise bis Ende des Jahres beibehalten – und von sechs auf zehn Wochen verlängern. Bislang erhalten Eltern, die wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten können, 67 Prozent des Nettoeinkommens. Gleichzeitig sorgt sich Kramp-Karrenbauer um die Gleichberechtigung. Frauen dürften in ihrer beruflichen Entwicklung in der Krise keine Nachteile haben. 

Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden 342 neue Infektionen und 21 Todesfälle. Zuvor war berichtet worden, es gebe nur zwei Neuinfektionen und keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.(mehr im Newsblog unten).

Wie die Passauer Neue Presse (PNP) meldet, ist im niederbayrischen Landkreis Straubing-Bogen die zulässige Infektionsobergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht worden. Als Grund für diesen Anstieg nennt die Zeitung die Entdeckung von mindestens 81 infizierten Mitarbeitern eines Schlachthofs der Donautal-Geflügelspezialitäten in Bogen.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen live aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gibt es deutschlandweit am Montagmorgen rund 15.600 aktive Infektionsfälle. Mehr als 8000 Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Weltweit sind nach Zählung der Johns Hopkins Universität mehr als 4,7 Millionen Infektionen nachgewiesen und mehr als 315.000 Tote registriert worden.

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