Bei der rechtsoffenen Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin-Mitte beteiligten sich am Samstag laut Polizeiangaben 20.000 Menschen. Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci verurteilte den Protest gegen die Hygieneregeln. (Mehr dazu im Blog unten.)
Auch Innensenator Andreas Geisel kritisierte die Großkundgebung. Auf Twitter erklärte er am frühen Abend: „Was wir heute erlebt haben, war über die Maßen irrational.“ Er verteidigte das Vorgehen der Polizei, die ankündigte, die Kundgebungen zu räumen, weil die Hygieneregeln nicht eingehalten wurden.
Um 15.30 Uhr begann auf der Straße des 17. Juni die größte Anti-Corona-Kundgebung unter dem Motto „Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit“. Dorthin mobilisiert die Coronaleugner-Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart. Verschwörungstheoretiker, rechte Esoteriker und Rechtsextreme wollen hier demonstrieren.
Ein weiterer Protest-Schauplatz ist am Samstagabend der Neuköllner Herrfurthplatz. Hier soll um 20 Uhr eine linke Demonstration gegen Räumungen, zum Beispiel der Kiezkneipe „Syndikat“, stattfinden. Insgesamt sind am Wochenende 83 Demonstrationen in Berlin geplant. Innensenator Geisel rechnet mit dem Einsatz von rund 1500 Polizeibeamten.
