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Forscher befürchten doppelt so viele Malaria-Tote

Wegen der Coronavirus-Pandemie könnten in diesem Jahr mehr als doppelt so viele Menschen in Afrika südlich der Sahara an Malaria sterben als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommen britische Forscher und Kollegen im Fachblatt „Nature Medicine“. In Afrika wurden inzwischen mehr als eine Million Coronavirus-Fälle verzeichnet. Um die Pandemie einzudämmen, haben die Länder etliche Maßnahmen ergriffen, die aber auch Konsequenzen für die Bekämpfung von Malaria – etwa die Verteilung von Moskitonetzen – haben. Daher könne es 2020 rund 779.000 Malaria-Tote geben, warnten die Autoren der Studie (mehr im Newsblog weiter unten).

Weitere Nachrichten: Die Schweiz hat sich Zugang zum von der US-Firma Moderna entwickelten Coronavirus-Impfstoff gesichert. Der Bund habe einen Vertrag über den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen, erklärte das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt und Bürgerinnen und Bürger dringend ermahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnte er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei groß, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag.

Der CDU-Wirtschaftsrat forderte ein generelles Reiseverbot für Corona-Hotspots. „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden“, sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, der „Bild“-Zeitung. „Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht.“

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Freitagfrüh in Deutschland 10.058 aktive Fälle. Vor zwei Wochen waren es noch rund 6200. Im 7-Tage-Mittel haben sich in Deutschland 798 Menschen pro Tag neu infiziert. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 645 Infektionen. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 19 Millionen Infektionsnachweise, mehr als 713.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit dem Coronavirus.

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