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Verfassungsgericht weist Eilantrag zum Triage-Verfahren ab

Der Gesetzgeber muss vorerst nicht verbindlich regeln, wen Ärzte in der Coronavirus-Pandemie bei medizinischen Engpässen – zum Beispiel bei fehlenden Beatmungsgeräten – retten sollen und wen nicht. Mit einem heute veröffentlichten Beschluss zur Triage wies das Bundesverfassungsgericht einen entsprechenden Eilantrag ab. Die Verfassungsbeschwerde sei „nicht von vornherein unzulässig oder offensichtlich unbegründet“. Sie erfordere aber „eine eingehende Prüfung“, so die Verfassungsrichter (mehr im Newsblog unten).

Weitere Nachrichten: Die französische Regierung hat Paris und das Department Bouches-du-Rhone an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Coronavirus-Hochrisiko-Gebiet erklärt. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf einen starken Anstieg der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen zwei Wochen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat am Freitag eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in der Millionenmetropole Auckland um zwölf Tage angekündigt. Die neuen Einschränkungen waren am Mittwoch zunächst für drei Tage verhängt worden, nachdem in der Stadt vier Mitglieder einer Familie positiv auf das Virus getestet worden waren.

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut leicht gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Donnerstagabend 1449 neue Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Freitagmorgen in Deutschland 12.788 aktive Fälle. Im 7-Tage-Mittel stecken sich pro Tag 1010 Menschen mit dem Virus an, vergangene Woche lag die Zahl noch bei 797. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 20,8 Millionen Infektionsnachweise, rund 750.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit dem Coronavirus.

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