Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. „Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann“, heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch veröffentlicht hat. Die Situation entwickle sich sehr dynamisch und müsse ernst genommen werden.
Eine Mehrheit der Menschen in acht Ländern empfindet einer Umfrage zufolge die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus als große oder sehr große Bedrohung. Auch knapp jeder zweite Deutsche sieht in der neuartigen Lungenkrankheit eine solche weltweite Gefahr.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Engpässe bei Arzneimitteln wegen Produktionsausfällen in China infolge der Coronavirus-Epidimie für möglich. „Jetzt müssen wir uns auch darauf vorbereiten, wie wir damit umgehen“, sagte der CDU-Politiker. In China sind mehr als 1100 Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben, mehr als 44.600 sind infiziert.
Mindestens 500 Menschen vom medizinischen Personal in der chinesischen Stadt Wuhan sind mit dem Coronavirus Covid infiziert. Das führe zu drastischen Engpässen in den Krankenhäusern.
Coronavirus in Deutschland
In Bayern sind zwei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Covid-19 nachgewiesen worden. Die beiden Fälle stünden im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang in Deutschland Erkrankten beschäftigt sind, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit. Die Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionsfälle stieg damit auf insgesamt 16.
