/Seehofer zeigt sich offen für die Aufnahme von Flüchtlingskindern

Seehofer zeigt sich offen für die Aufnahme von Flüchtlingskindern

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich offen für eine eventuelle Aufnahme minderjähriger Geflüchteter gezeigt. Er hat sich für eine „Koalition der Willigen“ in der EU ausgesprochen, um das Problem der Kinder und Jugendlichen in griechischen Flüchtlingslagern zu lösen. Nötig sei eine europäische Lösung für die Minderjährigen. Es gehe um eine Gesamtlösung, die für eine christliche Volkspartei wie die Union absolut verantwortbar sei.

Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) droht mit einer Schließung der deutschen Grenzen, sollte die Sicherung der EU-Außengrenzen nicht möglich sein. Er spricht von „engmaschigen Kontrollen und Zurückweisungen“. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) erteilte der Forderung der Grünen nach zusätzlichen Kontingenten für Flüchtlinge eine klare Absage.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Besuch an der griechisch-türkische Grenze Griechenland dafür gedankt, der „europäische Schild“ zu sein. Die EU wolle Griechenland bis zu 700 Millionen Euro geben, 350 Millionen davon seien sofort verfügbar.

Griechische Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Dienstag 45 Migranten festgenommen, die illegal von der Türkei über die Grenze gekommen waren. Das berichtet der griechische Staatssender ERT.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine „Lastenteilung“ in der Flüchtlingskrise gefordert. Erdogan verlangte eine „gerechte Aufteilung der Last und der Verantwortung gegenüber Migranten“ zwischen der EU und der Türkei.

Am Samstag hatte die Türkei ihre Grenzen zur EU für Flüchtlinge geöffnet; seither versuchten tausende Menschen, die türkisch-griechische Grenze zu überqueren.

Im Flüchtlingspakt mit der EU hatte sich die Türkei dazu verpflichtet, alle auf den griechischen Ägäis-Inseln ankommenden Flüchtlinge zurückzunehmen und stärker gegen Schlepperbanden vorzugehen. Die EU versprach der Türkei im Gegenzug Milliardenhilfen, eine beschleunigte Visa-Erleichterung und die Modernisierung der Zollunion.

So hat sich die Situation zugespitzt: