An der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland ist es am Mittwoch erneut zu Zusammenstößen zwischen Migranten und griechischen Grenzschützern gekommen. Durch Schüsse soll dabei türkischen Angaben zufolge ein Flüchtling getötet worden sein, mehrere weitere wurden demnach verletzt. Auf der Insel Lesbos kam am Morgen ein Schiff der griechischen Kriegsmarine an, dass Flüchtlinge ans Festland bringen soll, um sie so schnell wie möglich ausweisen zu können.
Das Bundesinnenministerium versucht Flüchtlinge und Migranten in der Türkei nun auch durch Mitteilungen in sozialen Netzwerken vom Grenzübertritt nach Griechenland und einer Weiterreise nach Deutschland abzuhalten.
Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich offen für eine eventuelle Aufnahme minderjähriger Geflüchteter gezeigt. Er hat sich für eine „Koalition der Willigen“ in der EU ausgesprochen, um das Problem der Kinder und Jugendlichen in griechischen Flüchtlingslagern zu lösen. Nötig sei eine europäische Lösung für die Minderjährigen. Es gehe um eine Gesamtlösung, die für eine christliche Volkspartei wie die Union absolut verantwortbar sei.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Besuch an der griechisch-türkische Grenze Griechenland dafür gedankt, der „europäische Schild“ zu sein. Die EU wolle Griechenland bis zu 700 Millionen Euro geben, 350 Millionen davon seien sofort verfügbar.
So hat sich die Situation zugespitzt:
