Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt in Deutschland gerade offenbar viel schneller als in Italien. Innerhalb eines Tages notierte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 2800 neuen Fällen einen drastischen Anstieg um mehr als ein Drittel auf fast 11.000. Die Zahl der Infektionen in Italien, wo inzwischen mehr Menschen an Covid-19 gestorben sind als in China, liegt in absoluten Zahlen mit gut 41.000 Fällen zwar höher als in Deutschland. Der Anstieg betrug hier aber „nur“ 15 Prozent – von 35.713 Fällen am Mittwoch.
Politisch hingegen lässt man sich Zeit: Wie der SWR berichtet, wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder an diesem Sonntag über Ausgangssperren in der Coronakrise beraten.
Freiburg hat unterdessen eine eingeschränkte Ausgangssperre erlassen.
Ärzte, Pflegekräfte und andere im Gesundheitswesen brauchen dringend mehr Schutzmaterial. Nun rollen die ersten Großlieferungen an. (mehr im Newsblog weiter unten).
Falls Sie heute das erste Mal bei uns sind, hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten bisher:
Die Bundesregierung rechnet in der Virus-Krise mit rund 2,35 Millionen Beschäftigten, die aus konjunkturellen oder saisonalen Gründen Kurzarbeitergeld beziehen werden.
Österreich hat derweil seine Maßnahmen weiter verschärft. Seit heute sind alle 279 Gemeinden im Bundesland Tirol unter Quarantäne gestellt.
Aber es gibt auch gute Nachrichten in der Coronakrise: Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Und: Im Kampf gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt.
Hier noch die aktuellsten Zahlen zur Ausbreitung des Virus in Deutschland: Die Johns-Hopkins-Universität meldet für den Donnerstag 12.327 nachgewiesene Infektionsfälle in Deutschland. Die jüngsten offiziellen Zahlen des deutschen Robert-Koch-Instituts liegen mit 8198 Infizierten deutlich darunter. Die Johns-Hopkins-Universität aktualisiert ihre Zahlen regelmäßiger, dem Robert-Koch-Institut zufolge sind die Zahlen der US-Universität plausibel.
