Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat härtere Einschränkungen für das öffentliche Leben zur Eindämmung der Coronavirus-Krise in der Hauptstadt angekündigt. Der Senat solle vorbereiten, dass es auch in Berlin zu Restaurantschließungen kommen könne, sagte er in der Rbb-„Abendschau“ am Freitagabend. Bislang müssen diese Lokale ab 18.00 Uhr zumachen. Künftig solle es dann noch Abhol- und Lieferdienste geben. Auch Versammlungen unter 50 Menschen sollten eingeschränkt werden, kündigte Müller an.
Berlin werde zu härteren Maßnahmen kommen müssen. „Ich gehe davon aus, dass wir das in den nächsten Tagen auch beschließen werden und umsetzen werden“. Er wolle das in enger Abstimmung mit Brandenburg machen.
Müller sagte, er wolle eine Ausgangssperre möglichst vermeiden.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit meldete am Freitag 868 Infizierte in Berlin (Stand 16.15 Uhr).
Für den Wocheneinkauf sollten Kunden in der Corona-Krise mehr Ruhe und Geduld mitbringen, rief der Handelsverband Berlin-Brandenburg auf. „Leute, entspannt Euch“, mahnte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. „Wenn es voll ist, kommt später oder kommt am nächsten Tag früh wieder. Es wird niemand verhungern.“
Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Situation in Berlin und Brandenburg erfahren Sie in diesem Blog weiter unten. Entwicklungen aus Deutschland und der Welt können Sie in diesem Newsblog verfolgen. Die Entwicklungen im Sport begleiten wir in einem weiteren Blog.
Hintergrund-Informationen zum Coronavirus:
[Behalten Sie den Überblick: Corona in Ihrem Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über die Krise und die Auswirkungen auf Ihren Bezirk. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de]
