Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bezweifelt wegen der Corona-Krise, dass der Terminplan zur Eröffnung des Humboldt Forums eingehalten werden kann. „Vermutlich sind die in näherer Zukunft geplanten Eröffnungen stärker in Gefahr als längerfristige Vorhaben“, sagte Lederer der „Berliner Morgenpost“. „Ob das Humboldt Forum im Herbst dieses Jahres eröffnet, wage ich zu bezweifeln.“ Der Tagesspiegel hatte bereits vergangene Woche berichtet, dass es durch die Corona-Krise bereits erste Verzögerungen gab: Demnach waren einige Bauarbeiter aus Polen und Tschechien nicht angereist und auch Fliesen aus Italien nicht geliefert worden (mehr dazu unten im Newsblog).
In Berlin sind inzwischen 4667 Coronavirus-Fälle bestätigt, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mitteilte. Das sind 84 Infizierte mehr als noch am Sonntag, ein Wachstum von lediglich 1,8 Prozent. Allerdings ist dieser Wert wegen des Osterwochenendes wenig aussagekräftig; Nachmeldungen sind möglich. 56 Patienten sind an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, fünf mehr als noch am Vortrag. Damit hat Brandenburg mehr Corona-Tote als Berlin zu beklagen, nämlich 59. Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Potsdam.
Brandenburgs Landeshauptstadt versucht derweil mit externer Hilfe den Corona-Ausbruch im zweitgrößten Krankenhaus des Landes, dem Ernst-von-Bergmann-Klinikum, in den Griff zu bekommen. Die Bundeswehr wurde um Amtsärzte und weiteres Personal gebeten, teilte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Montag bei einer Pressekonferenz mit. Außerdem soll die Unternehmensberatung Kienbaum Consultants International hinzugezogen werden.
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