/Senat kontrolliert nach Covid-19-Ausbruch weitere Seniorenanlagen

Senat kontrolliert nach Covid-19-Ausbruch weitere Seniorenanlagen

In einem Seniorenwohnhaus in Fennpfuhl im Berliner Bezirk Lichtenberg hat es in der Nacht einen Coronavirus-Großeinsatz gegeben: Die Einrichtung wurde vollständig geräumt, 76 Menschen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, wie die Berliner Feuerwehr. „Es gab 28 bestätigte Covid-19-Erkrankte, von weiteren muss ausgegangen werden“, hieß es auf Twitter. Nach Angaben des Pflegedienstes, der die Einrichtung ambulant betreut, befinden sich drei Patienten in einem kritischen Zustand. Die Senatsverwaltung für Gesundheit kündigte an, weitere Wohnanlagen des Betreibers zu untersuchen (mehr dazu unten im Newsblog)

Berlin gehört zu den Bundesländern mit der höchsten Arztdichte. Fast 284 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten versorgen im Schnitt 100.000 Einwohner, wie aus Daten des Bundesarztregisters (Stand Ende 2019) hervorgeht, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat. Brandenburg liegt bei der Ärzteversorgung deutschlandweit auf dem letzten Platz. Rund 188 niedergelassene Ärzten und Psychotherapeuten versorgen im Schnitt 100.000 Einwohner – und damit so wenige wie nirgendwo sonst in der Bundesrepublik.

Der Berliner Senat wird sich nach Tagesspiegel-Informationen aus Regierungskreisen an diesem Dienstag als letztes Bundesland für eine Maskenpflicht im Einzelhandel aussprechen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat ihre Forderung nach einem Ausweiten verteidigt.

In Berlin gibt es derzeit 5677 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das gab die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend bekannt. 4652 Patienten gelten wieder als genesen, somit sind derzeit nur noch 1025 aktive Fälle bekannt. Allerdings sind die Daten wegen einer Software-Umstellung in den Gesundheitsämtern derzeit unvollständig.

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