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Linksautonome wollen sich die Kreuzberger Oranienstraße „nehmen“

Berlin steht der ungewöhnlichste Maifeiertag seit langem bevor. Unter den Corona-Bedingungen hat die linke Szene zu dezentralem Protest aufgerufen. Am Freitagmorgen gab sie bekannt: Die Alternative zur „Revolutionäre 1.-Mai-Demo“ beginnt um 18 Uhr dort, wo vor der Corona-Zeit das Myfest stattfand – in der Oranienstraße in Kreuzberg 36. Doch bald sollen sich alle an andere Orte begeben (mehr unten im Newsblog).

Der Tag begann mit einem kleinen Erfolg für die Szene: Das Oberverwaltungsgericht genehmigte kurz vor Mitternacht letztinstanzlich einen Autokorso ins Villenviertel in Grunewald – weil er sich an bestimmte Regeln hält. Bei der Walpurgisnacht am Donnerstag stand vor allem Friedrichshain im Mittelpunkt. 1000 Polizisten waren am Abend im Einsatz. Der Auftakt blieb ruhig, als es dunkel wurde, gab es ein Mini-Feuerwerk.

Bislang gibt es in Berlin 5881 bestätigte Coronavirus-Fälle, 149 daran erkrankte Personen sind bislang gestorben. Da zugleich 4897 Betroffene als genesen gelten, gibt es derzeit nur noch 984 aktive Coronavirus-Fälle in Berlin (Stand: Donnerstagabend, 30. April).

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