/Teilaufhebung der Türkei-Reisewarnung komme „einer Verbeugung vor Erdogan gleich“

Teilaufhebung der Türkei-Reisewarnung komme „einer Verbeugung vor Erdogan gleich“

Die Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Sevim Dagdelen (Linke), hat die teilweise Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Dieser Schritt komme „einer Verbeugung vor Erdogan gleich“, sagte Dagdelen der „Welt“. „Offenbar müssen hier nur oft genug türkische Minister auf den Tisch hauen und schon springt die Bundesregierung“, fügte sie hinzu.

Die Bundesregierung hatte zuvor die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. (mehr im Newsblog unten)

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Die Corona-Krise hat aus Sicht der Vereinten Nationen zu den größten Verwerfungen von Bildungssystemen in der Geschichte geführt. Mehr als 1,6 Milliarden Menschen in über 190 Ländern auf allen Kontinenten seien durch die Pandemie beim Lernen beeinflusst worden, teilten die Vereinten Nationen bei der Vorstellung eines Berichts am Dienstag in New York mit.

Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Dienstagabend in Deutschland 8341 aktive Fälle. Vor zwei Wochen waren es noch rund 6200. Im 7-Tage-Mittel haben sich in Deutschland 710 Menschen pro Tag neu infiziert. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 535 Infektionen. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 18,3 Millionen Infektionsnachweise, rund 696.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit dem Coronavirus.

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