/Überfüllte Seen und Strandbäder – Polizei mahnt, Abstand zu halten

Überfüllte Seen und Strandbäder – Polizei mahnt, Abstand zu halten

Berlin erlebt mit Temperaturen von bis zu 36 Grad das bisher heißeste Wochenende des Jahres – da suchen viele Menschen Abkühlung in Freibädern und an Seen. Auch am Sonntag sind die Badestätten wieder überfüllt. Wie bereits am Samstag warnte die Polizei am Mittag, dass das Strandbad Müggelsee kurz vor der Schließung stehe, da die Obergrenze fast erreicht sei. Parks, Seen, Strand- und Freibäder würden aus allen Nähten platzen. Besucher sind angehalten, Abstandsregeln einzuhalten und Masken zu tragen. (Mehr dazu unten im Newsblog)

Berlins Kultursenator Klaus Lederer fordert mehr Kulanz der Behörden, um der unter Corona-Beschränkungen leidenden Kulturszene mehr Auftrittsmöglichkeiten im Freien zu gestatten. „Die Krise zwingt alle Beteiligten, noch einmal stärker darüber nachdenken, wie wir unter freiem Himmel Aktivitäten ermöglichen, die in geschlossenen Räumen derzeit nicht gehen“, sagte der Linke-Politiker im Interview der „Berliner Morgenpost“. „Das betrifft nicht nur Clubs, sondern auch bildende Künste, Theater oder Straßenmusik.“

Die vierköpfige Familie aus Cottbus, die vor mehr als zwei Wochen auf Mallorca im Urlaub war und sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatte, darf die Quarantäne beenden. Ein dritter Test, der am Freitag vorgenommen worden war, ist negativ, wie die Stadt am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Coronainfektionen ist erneut gestiegen. Die Senatsverwaltung meldete am Samstag 555 aktive Fälle, das sind 28 mehr als am Freitag. 39 Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 16 von ihnen intensivmedizinisch. 224 Patienten sind bisher verstorben.

Der Reproduktionswert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, lag bei 1,1. Liegt der Wert drei Tage in Folge bei 1,1 oder höher, springt eine der drei Berliner Corona-Ampeln auf Gelb. Am Samstag standen jedoch alle Ampeln auf Grün.

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